Wer ist für mich da?
Deine Begleitung im Freiwilligendienst.
Neuer Ort. Neue Menschen. Neue Aufgaben.
Ein FSJ, BFD oder FÖJ bringt ziemlich viele erste Male mit sich. Und vielleicht auch Momente, in denen du denkst: „Ähm, wie soll ich das jetzt machen?“
Die gute Nachricht: Du musst nicht alles alleine herausfinden. Während deines Freiwilligendienstes gibt es Menschen, die dich begleiten und unterstützen.
Deine Anleitung: Deine Ansprechperson vor Ort.
Zu Beginn deines Freiwilligendienstes bekommst du in deiner Einsatzstelle eine Fachkraft zur Seite gestellt. Diese Person ist deine Anleitung und begleitet dich während deines Dienstes.
Sie hilft dir dabei, deine Aufgaben kennenzulernen, beantwortet Fragen und gibt dir Feedback. Dabei geht es nicht nur darum, was du bei der Arbeit machst. Es geht auch darum, was du lernst und wie du dich weiterentwickelst.
Denn dein Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Du kannst Neues ausprobieren, deine Fähigkeiten kennenlernen und herausfinden, was zu dir passen könnte.
Worüber kann ich mit meiner Anleitung sprechen?
Ein Freiwilligendienst kann viele schöne Erfahrungen mit sich bringen. Aber es können auch Situationen entstehen, die dich fordern.
Vielleicht begegnen dir Themen wie Einsamkeit, Krankheit oder Tod. Vielleicht gibt es Konflikte im Team. Vielleicht fällt es dir schwer, nach der Arbeit abzuschalten. Oder du merkst einfach, dass dir gerade alles ein bisschen zu viel wird.
Auch darüber kannst du sprechen. Denn die Anleitungsgespräche sind nicht nur für Fragen und Probleme da. Sie geben dir auch Zeit, deine Erfahrungen zu reflektieren und zu schauen, wie du dich persönlich weiterentwickelst. Und wenn du dich fragst, wie es nach deinem Freiwilligendienst weitergehen soll, ist auch dafür Platz. Gemeinsam könnt ihr über deine beruflichen Ideen, Möglichkeiten und nächsten Schritte sprechen.
Du musst also nicht so tun, als wäre alles okay, wenn es das gerade nicht ist. Und du musst auch noch nicht genau wissen, wo dein Weg danach hinführt.
Und wenn mir gerade alles zu viel wird?
Deine Anleitung ist nicht die einzige Person, an die du dich wenden kannst. Allen Freiwilligen ist zusätzlich eine Seminarleitung zugeordnet. Sie gehört zum Diakonischen Werk Württemberg und ist damit eine feste Ansprechperson außerhalb deiner Einsatzstelle. Sie ist also keine direkte Kollegin oder kein direkter Kollege von dir.
Das kann besonders hilfreich sein, wenn es Schwierigkeiten oder Konflikte in deiner Einsatzstelle gibt oder du ein Thema lieber mit jemandem von außerhalb besprechen möchtest. Deine Seminarleitung kann dich unterstützen, vermitteln und gemeinsam mit dir und den Beteiligten nach einer guten Lösung suchen.
Wenn du mehr Begleitung brauchst, gibt es zusätzlich onTop. Das Angebot umfasst zum Beispiel individuelles Coaching, gemeinsame Gespräche oder die Vermittlung an passende Beratungsangebote. Auch dafür kannst du dich an deine Seminarleitung wenden.
Du musst nicht schon alles können
Vielleicht möchtest du am Anfang erstmal zeigen, dass du alles alleine hinbekommst.
Aber genau darum geht es in einem Freiwilligendienst nicht.
Du bist da, um Erfahrungen zu sammeln, Neues auszuprobieren und dich weiterzuentwickeln. Fragen und Unsicherheiten gehören dazu.
Du darfst fragen. Du darfst sagen, wenn etwas nicht gut läuft. Und du darfst dir Unterstützung holen.
Du bist freiwillig dabei. Aber nicht auf dich allein gestellt.