Vom Ausland nach Deutschland. Der Weg lohnt sich.

Incoming: Dein Freiwilligendienst in Deutschland.

Du lebst im Ausland und willst ein Freiwilligendienst in Deutschland machen?

Herzlich willkommen! Hier bist du richtig, wenn du im Ausland lebst und ein Freiwilliges Soziales Jahr in Deutschland starten willst.

Der Freiwilligendienst Incoming bei der Diakonie Württemberg ist ein internationaler Lerndienst. Es dauert 12 Monate und findet in Württemberg statt. Württemberg ist Teil des Bundeslands Baden-Württemberg. Dazu gehören unter anderem die Städte Stuttgart, Heilbronn, Reutlingen oder Ravensburg.

Wichtig: Damit du ein Visum bekommst, musst du die Bereitschaft haben, nach dem Freiwilligendienst wieder in dein Heimatland zurückzukehren. Und: Der Freiwilligendienst ist keine Ausbildung.
Du kannst den Freiwilligendienst ganzjährig beginnen.

Was ist der Freiwilligendienst Incoming?

Bildung & Orientierung

Der Freiwilligendienst ist ein Bildungs- und Orientierungsjahr. Du probierst dich aus, lernst Neues und sammelst Erfahrungen.

Soziale Arbeit

Du arbeitest ein Jahr lang in einer sozialen Einrichtung mit. Dabei hilfst du Menschen, die Unterstützung brauchen

Berufseinblicke

Du bekommst Einblicke in den Berufsalltag in Deutschland. So lernst du, wie hier gearbeitet und gelebt wird.

Bildungstage

Du nimmst an Bildungstagen teil. Zusammen mit anderen Freiwilligen lernst du wichtige Themen kennen.

Austausch

Du triffst viele andere junge Menschen, die auch einen Freiwilligendienst machen.
Ihr könnt euch austauschen und voneinander lernen.

Deutsch lernen

Du lernst Deutschland besser kennen. Du verbesserst deine Sprachkenntnisse und findest neue Kontakte.

Wichtig!

Du musst dir selbst eine Einsatzstelle suchen und fragst dort direkt an. Und du brauchst eine kostenlose Unterkunft für die Zeit deines Freiwilligendienstes.

So findest du deinen Platz:

Du kannst in unserer Stellenbörse nach Einrichtungen suchen. Besonders in den Bereichen Altenhilfe und Behindertenhilfe gibt es Plätze mit Unterkunft.

Wenn du eine passende Einrichtung gefunden hast, suche die Homepage der Einrichtung und schicke deine Bewerbungsunterlagen direkt dorthin.

Wichtig: Für Personen aus dem Ausland ist die Direktbewerbung über unsere Stellenbörse und eine Onlinebewerbung über diese Website nicht möglich.

Einrichtung finden

Wichtig!

Du brauchst keine Vermittlungsagentur.
Du kannst dich eigenständig bewerben. Das ist kostenlos!

Voraussetzungen für den Freiwilligendienst Incoming

Deutschkenntnisse

Du brauchst Sprachniveau B1.

Alter

Du musst mindestens 18 Jahre alt sein ein Höchstalter gibt es nicht. 

Bewerbungsunterlagen


Alle Unterlagen müssen vollständig und auf Deutsch sein.

Zusage der Einrichtung

Eine Einrichtung muss deine Bewerbung akzeptieren und dir einen Platz anbieten.

In 4 Schritten zum Freiwilligendienst

Es ist ein großer Schritt, einen Freiwilligendienst Incoming in Deutschland zu starten. Es braucht Mut, Geduld und gute Vorbereitung.

 

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Kontakt aufnehmen


Schicke deine vollständigen Bewerbungsunterlagen per Mail an die Einrichtung, bei der du deinen Freiwilligendienst machen möchtest. Du findest einen Überblick über die Unterlagen hier: Unterlagen.

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Online-Interview

Die Einrichtung lädt dich zu einem Gespräch per Video ein. So könnt ihr euch kennenlernen.

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Jetzt sind wir dran

Wenn die Einrichtung dich annimmt, schickt sie deine Bewerbung an uns, das Diakonische Werk Württemberg, weiter. Ab hier geht es mit uns weiter.

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Online-Beratungsgespräch

Du bekommst eine Einladung von uns zu einem Online-Gespräch. Dort besprechen wir alles Wichtige zu deiner Vereinbarung und was du für den Visumsprozess brauchst.

Diese Unterlagen benötigst du für deine Bewerbung

Die Dokumente musst du vollständig mit deiner Bewerbung an die Einrichtung schicken.

Bewerbungsformular bitte herunterladen und ausfüllen.

  • • einen tabellarischen Lebenslauf
  • • ein Motivationsschreiben
  • Zeugnisse (auf Deutsch, Englisch oder Französisch) aus Schule, Ausbildung und Studium (wenn vorhanden)
  • • eine Kopie des Passes (bitte gut lesbar)
  • • einen Nachweis über Deutschkenntnisse (Sprachzertifikat)
  • • weitere Zeugnisse, die uns helfen, dich besser kennenzulernen
Download Bewerbungsformular

Überblick und Leistungen:

Taschengeld (bis 26 Jahre)

Dein Freiwilligendienst startet vor deinem 27. Geburtstag? Du machst ein FSJ oder einen BFD und bekommst 350 € Taschengeld und 125 € Verpflegungsgeld pro Monat. Manche Einrichtungen zahlen Geld für Bus und Bahn.

Taschengeld (ab 27 Jahre)

Dein Freiwilligendienst startet nach deinem 27. Geburtstag? Du machst einen BFD Ü27 und bekommst 400 € Taschengeld und 100 € Verpflegungsgeld pro Monat. Manche Einrichtungen zahlen Geld für Bus und Bahn.

Deutsch lernen

Deutsch ist für dich eine Fremdsprache. Du musst noch nicht perfekt sein. Wir unterstützen dich, wenn du weiter Deutsch lernen möchtest.

Bildungstage

Du nimmst an Bildungstagen teil. Dort lernst du Neues und kannst dich mit anderen Freiwilligen austauschen. Deine Seminarleitung begleitet dich durch deinen Freiwilligendienst.

Unterkunft

Du brauchst eine Unterkunft. Diese bekommst du kostenlos von deiner Einrichtung gestellt. Mehr Infos im FAQ.

Urlaubstage

Du hast 30 Urlaubstage bei 12 Monaten Freiwilligendienst. Der Urlaubsanspruch ändert sich bei kürzerer oder längerer Dienstzeit.

Versicherungen

Du bekommst eine Krankenversicherung und eine Haftpflichtversicherung. Damit bist du im Freiwilligendienst geschützt.

FAQ: Häufig gestellte Fragen

Ich lebe in einem EU-Land, habe aber die Staatsangehörigkeit aus einem Drittstaat. Brauche ich ein Visum für den Freiwilligendienst?

Ja, alle Personen aus Drittstaaten benötigen ein Visum für den Freiwilligendienst. Du kannst das Visum aber in der deutschen Botschaft in dem Land, in dem du gerade lebst, beantragen.

Ich komme aus einem EU-Land, Norwegen, Island, Liechtenstein oder der Schweiz. Brauche ich ein Visum für den Freiwilligendienst?

Nein, Personen aus dem EU-Ausland oder dem EWR oder der Schweiz benötigen für den Freiwilligendienst kein Visum. Alles andere besprechen wir im Beratungsgespräch.

Muss ich für die Suche nach einem Platz für den Freiwilligendienst bezahlen?

Nein. Die Bewerbung und Vermittlung sind kostenlos. Du musst keine Gebühren bezahlen. Wir arbeiten nicht mit privaten Agenturen oder Sprachschulen im Ausland zusammen. Du kannst dich direkt und selbstständig bei unseren Einsatzstellen bewerben.

Wichtig: Zahle niemals Geld an Dritte, die dir einen Freiwilligendienst-Platz versprechen!

Wo kann ich während des Freiwilligendienstes wohnen?

Viele Einsatzstellen bieten dir eine kostenlose Unterkunft an. Die meisten Plätze mit Unterkunft gibt es in der Altenhilfe (Seniorenheime) und in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.
Bitte bewirb dich nur bei Einsatzstellen, die dir einen Platz mit Unterkunft anbieten können. Frag bei deiner Bewerbung direkt nach, ob eine Unterkunft vorhanden ist.

Wichtig: Das Diakonische Werk Württemberg selbst stellt keine Unterkunft zur Verfügung.

Wie kann ich einen passenden Platz mit Unterkunft für den Freiwilligendienst finden?

Du kannst nach freien Plätzen in unserer Stellenbörse suchen. Dort findest du viele Einsatzstellen, die Freiwillige suchen – manchmal auch mit Unterkunft.

Wichtig: Nicht alle Einsatzstellen melden ihre freien Plätze mit Unterkunft an uns. Manche Einsatzstellen organisieren ihre Plätze selbst – zum Beispiel vergeben sie intern die Plätze mit Unterkunft unter ihren Mitarbeitenden, Auszubildenden und anderen Freiwillige. Deshalb haben wir als Träger nicht immer vollständige oder aktuelle Informationen. Auch wenn ein Platz in der Stellenbörse erscheint, kann es sein, dass er schon vergeben ist oder keine Unterkunft bietet.

Gibt es mehr Plätze mit Unterkunft in der Stadt oder auf dem Land?

Plätze mit Unterkunft findest du häufiger im ländlichen Raum (auf dem Land, in kleinen Städten oder Dörfern). Dort haben Einrichtungen oft mehr Platz und bieten eher eine Unterkunft für Freiwillige an.

In großen Städten (z. B. Stuttgart, Heilbronn, Reutlingen, Tübingen) gibt es zwar viele Einrichtungen, aber die Nachfrage ist sehr hoch. Es ist schwieriger, eine Unterkunft zu bekommen. Viele Plätze sind schnell vergeben.

Kann ich meine Unterkunft selbst bezahlen mit meinem Taschengeld?

Nein, das ist leider nicht möglich.
Das monatliche Taschengeld vom Freiwilligendienst reicht nicht aus, um Miete und Lebenshaltungskosten selbst zu bezahlen.

Du kannst nur teilnehmen, wenn die Einsatzstelle dir eine kostenlose Unterkunft sichert.

Ich habe Verwandte oder Freunde in Baden-Württemberg. Sie bieten mir eine Unterkunft an. Kann ich mich trotzdem bewerben?

Ja, das ist unter bestimmten Bedingungen möglich:

Die Person, bei der du wohnen möchtest, muss bereit sein, alle nötigen Dokumente für das Visum auszustellen. Eine mündliche Zusage reicht nicht aus. Die Unterkunft muss offiziell nachgewiesen werden, z. B. durch eine Wohnungsgeberbescheinigung.

Wie früh muss ich mich für den Freiwilligendienst bewerben?

Bitte bewirb dich mindestens 10 bis 12 Monate vor dem gewünschten Starttermin.

Warum so früh? Die Botschaftstermine sind begrenzt und je nach Land schwer zu bekommen. 

Wie viele Incoming-Freiwillige starten den Freiwilligendienst pro Termin?

Pro Starttermin im März und September beginnen etwa 25 Incoming-Freiwillige ihren Freiwilligendienst.

Wenn für einen Starttermin alle Plätze bereits vergeben sind, prüfen wir, ob du beim nächsten Termin teilnehmen kannst.
Bitte sei flexibel mit deinem Startdatum. Das erhöht deine Chancen auf einen Platz.

Warum ist das Motivationsschreiben für die Bewerbung um einen Freiwilligendienst so wichtig?

Das Motivationsschreiben ist ein zentraler Bestandteil deiner Bewerbung. Es hilft uns – und später auch der deutschen Botschaft – zu verstehen, warum du den Freiwilligendienst machen möchtest und was du dir davon erhoffst.

Bitte beantworte im Schreiben folgende Fragen:

  • Warum möchtest du dich für einen Freiwilligendienst bewerben?
  • Was bringt dir soziales Engagement für deine persönliche Entwicklung?
  • Was möchtest du durch den Freiwilligendienst lernen oder erleben?
  • Wie passt der Aufenthalt zu deiner Lebensplanung und deinen beruflichen Zielen?
  • Was planst du nach dem Freiwilligendienst?

Ein überzeugendes Motivationsschreiben zeigt, dass deine persönliche Entwicklung, der kulturelle Austausch und das Lernen im Vordergrund stehen und nicht ein Arbeitsaufenthalt in Deutschland.
Dies ist wichtig, damit dein Visumantrag als „plausibel“ gilt. Das ist eine Voraussetzung für die Visumerteilung.

Welche Deutschkenntnisse brauche ich für den Freiwilligendienst?

Für den Freiwilligendienst solltest du mindestens Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 haben.

So kannst du im Alltag, in deiner Einsatzstelle und im Team gut kommunizieren sowie an die Bildungstagen gut teilnehmen.

Ohne Grundkenntnisse in Deutsch ist eine Teilnahme nicht möglich.

Deine Deutschkenntnisse zeigen auch, dass du den Freiwilligendienst aus eigener Motivation und mit realistischen Erwartungen machen möchtest. Das ist wichtig für die Plausibilität deines Visumantrags.

Wie bin ich während meines Freiwilligendienstes in Deutschland krankenversichert?

In Deutschland besteht eine Krankenversicherungspflicht für alle Personen mit Wohnsitz.

Wir unterstützen dich beim Abschluss einer gesetzlichen Krankenversicherung.

Du erhältst eine Bescheinigung von der Krankenkasse, die du für deinen Visumsantrag benötigst.

Dein Versicherungsschutz beginnt ab dem Tag deiner Einreise.

Die Kosten für die Krankenversicherung übernimmt deine Einsatzstelle. Sie zahlt außerdem dein Taschengeld und trägt weitere Sozialversicherungsbeiträge (z. B. Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung).

Wer bezahlt meine Reisekosten?

Du musst deine Reisekosten selbst bezahlen. Das gilt für: den Flug nach Deutschland und den Rückflug in dein Heimatland nach Ende des Freiwilligendienstes.

Muss ich nach dem Freiwilligendienst in mein Heimatland zurückkehren?

Laut den Visabestimmungen musst du bei der Visumbeantragung zeigen, dass du grundsätzlich bereit bist, nach dem Freiwilligendienst in dein Heimatland zurückzukehren.

Das bedeutet: Du musst eine sogenannte „Rückkehrperspektive“ nachweisen. Zum Beispiel durch familiäre, berufliche oder schulische Bindungen in deinem Heimatland.

Es ist nicht verboten, später einen neuen Aufenthaltstitel zu beantragen, zum Beispiel für eine Ausbildung oder ein Studium.

Der Freiwilligendienst kann dir dabei helfen, herauszufinden, was du beruflich machen möchtest.

Wichtig ist, dass du bei deinem Visumantrag offen und ehrlich über deine Pläne sprichst. Entscheidend ist nicht, ob du alle Antworten schon weißt. Sondern, dass du zeigen kannst: Eine Rückkehr ist für dich möglich.

Die offiziellen Regeln findest du im Visumhandbuch des Auswärtigen Amtes: LINK

Erfahrungsberichte

Adama | FSJ im Jugendhaus

Sabrina: FSJ Incoming in der Tagespflege (Tübingen)

Kimberly | FSJ im Kindergarten