Das sind unsere Gewinner*innen!
Preisträger*innen des MachtMit!Award
Engagement, das ausgezeichnet wurde
Engagement, das etwas bewegt: Der MachMitAward zeichnet Menschen und Projekte aus, die sich für andere stark machen. In dieser Galerie lernst du die Preisträger*innen und ihre inspirierenden Ideen kennen.
2025
Gemeinsam Musik erleben
Im Projekt „Gemeinsam Musik erleben“ haben fünf Jugendliche mit Fluchterfahrung, die erst seit drei Jahren in Deutschland leben, im Rahmen eines Projekts des Diakonieverbands Enzkreis kostenlose Musik-Workshops organisiert. Junge Kreative konnten sich so mit professioneller Unterstützung im Songwriting, beim Rappen, im Performen und als Darsteller ausprobieren und ihre Musikvideos auf YouTube veröffentlichen. Bei den Workshops wurden Ideen entwickelt, Texte (auf Deutsch) verfasst und im Tonstudio aufgenommen. Dabei geht es neben der Musik auch darum, etwas zu bewegen und zugleich Selbstvertrauen zu tanken. Schau dir das Projekt genauer an.
Nikolina Gagulic
Die 17-jährige Nikolina Gagulic engagiert sich bereits seit drei Jahren ein- bis zweimal in der Woche in einer sozialen Einrichtung – im ersten Jahr in einem Seniorenheim und seitdem im Offenen Treff des Kinder- und Stadtteilzentrums Stuttgart-Fasanenhof. Dort unterstützt sie die pädagogischen Fachkräfte bei Freizeitaktivitäten wie Basteln oder Malen, führt aber auch eigenständig verschiedene Angebote durch. „Für mich bedeutet soziales Engagement, dort zu helfen, wo man wirklich gebraucht wird“ meint Nikolina. Geklärt hat sich durch das Engagement auch ihr eigener Berufswunsch: „Ich möchte Grundschullehrerin werden, um Kinder zu stärken, zu begleiten und ihnen etwas mitzugeben.“ Schau dir das Projekt genauer an.
Wohngruppenrat
Zehn Jugendliche, die in verschiedenen Einrichtungen der Jugendhilfe in Stuttgart leben, haben den ersten trägerübergreifenden „Wohngruppenrat“ in Baden-Württemberg gegründet. In monatlichen Treffen werden dort Jugendhilfeinteressen diskutiert und Verbesserungsvorschläge entwickelt, unter anderem zu Themen wie Privatsphäre, Kinderrechte, Antidiskriminierung oder Mediennutzung. Die Mitglieder des Gremiums waren bereits zu einer Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Stuttgart eingeladen und organisieren darüber hinaus Vernetzungstreffen und Veranstaltungen für alle Kinder und Jugendliche aus Stuttgarter Wohngruppen. Schau dir das Projekt hier genauer an.
MEDI-Paten
Das Tübinger Projekt „Medi-Paten“ wurde von Linda Maschke und Niclas Wiebe gegründet, um krebserkrankten Kindern und Jugendlichen während ihrer oft monatelangen Klinikaufenthalte ein wenig Abwechslung zu bieten. Dazu besuchen Medizinstudierende die Patientinnen und Patienten regelmäßig, um mit ihnen zu spielen, zu basteln oder zu kochen. Neben der Entlastung für die Angehörigen ist das Projekt wegen des geringen Altersunterschieds gerade auch für viele jugendliche Patientinnen und Patienten von besonderer Bedeutung. Geplant ist, das Projekt an allen deutschen Universitätskinderkliniken sowie an weiteren Kliniken in Österreich und der Schweiz zu etablieren. Schau dir das Projekt genauer an.
Theater-AG
Für junge Menschen mit Behinderungen, die in neu entstandene Wohngruppen in Ludwigsburg eingezogen sind, hat die Studentin Yasmin Habaal eine Theater-AG ins Leben gerufen. Mit der Methode des Schattenspiels konnten die Teilnehmenden Geschichten von sich erzählen oder beispielsweise ihre Berufswünsche künstlerisch darstellen, ohne einem direkten Blick ausgesetzt zu sein. Die dabei entstandenen Fotos wurden in einer Ausstellung unter dem Titel „Mit den Augen hören“ vorgestellt, die viele Menschen aus verschiedenen Kontexten zusammengebracht hat. Künftig soll das Angebot auch weiteren Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung offenstehen. Schau dir das Projekt genauer an.
Beratung von queeren Jugendlichen
Neben der Beratung von queeren Jugendlichen und deren Eltern führt Paulino Kirschner in Ulm regelmäßig Präventionsangebote durch, die sich mit den Rechten und Lebensrealitäten queerer Jugendlicher beschäftigen. Mit Workshops, Informations- und Austauschformaten setzt er sich dafür ein, junge Menschen für Themen wie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt, Antidiskriminierung und Gleichberechtigung zu sensibilisieren. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei auch die Aufklärungsarbeit im Bereich der stationären Jugendhilfe. Dort arbeitet er eng mit den dortigen Fachkräften zusammen, um Wissen zu vermitteln, Haltungen zu reflektieren und diskriminierungsfreie Strukturen zu fördern. Schau dir das Projekt genauer an.
2024
„Inklusions-Café“ – Kirchheim am Neckar
Im Rahmen eines Projekts an der Gemeinschaftsschule „Auf dem Laiern“ entwickelte eine Gruppe von 13- bis 15-Jährigen ein Konzept, um gemeinsam mit Jugendlichen mit Beeinträchtigungen einmal im Monat ein Café als ‚Ort der Begegnung‘ zu betreiben. Dabei war es ihnen von Beginn an wichtig, dass sich dort alle entsprechend ihrer eigenen Interessen und Fähigkeiten einbringen können – sei es im Service, in der Küche, beim Abräumen, Spülen, an der Kasse und in der Vor- und Nachbereitung. Nach und nach sind weitere Angebote entstanden; so gibt es im Café inzwischen auch eine Kleinkinderbetreuung und Bastelangebote – sowohl für die größeren Kinder als auch für die erwachsenen Besucherinnen und Besucher.
Find your Passion! – Solidarität entdecken und leben“ – Bad Friedrichshall
Mit einer Neuinterpretation der Johannes-Passion sollte am Friedrich-von-Alberti Gymnasium ein Zeichen gegen den zunehmenden Rassismus gesetzt werden. Weit über das eigentliche Schulprojekt hinaus haben die Schülerinnen und Schüler in ihrer Freizeit Szenen konzipiert, Texte geschrieben, Chor- und Orchesterstücke geprobt, Licht- und Tonkonzepte entwickelt oder Plakate gestaltet. Unterstützt wurden sie bei den Aufführungen von jungen Schauspielerinnen und Schauspieler des ‚Hope Theatre‘ aus Nairobi. Spontan organisierten die Jugendlichen zusätzliche Veranstaltungen mit der Gruppe, u.a. zu Menschen- und Frauenrechten. Damit konnten mehrere hundert Menschen erreicht und knapp 7.000 Euro für ein Straßenkinderprojekt in Nairobi gesammelt werden.
„Local Hero" – Lorch
15 Jugendliche besuchten einmal im Monat Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims Alexanderstift, um mit ihnen gemeinsam Zeit bei verschiedenen Aktivitäten zu verbringen. Trotz der knapp bemessenen Freizeit während der Abschlussklassen organisierten die jungen Engagierten beispielsweise „Olympische Spiele“ für die Seniorinnen und Senioren, bastelten Weihnachtskarten oder halfen bei der Gestaltung des Sommerfests mit. Wichtig ist ihnen bei ihrem Engagement auch, das Verständnis zwischen den Generationen und die gegenseitige Wertschätzung zu fördern. Wegen der vielen positiven Rückmeldungen und Erfahrungen soll die Aktion auch im darauf folgenden Schuljahr wieder angeboten werden.
„Fotografie über den Tod hinaus“ – Althütte
Schon in der 8. Klasse spendete die mittlerweile 21-jährige Charlotte Obertreis Geld, das sie mit ihrem Hobby – der Fotografie – verdient hatte, an einen Kinder-Hospizdienst. In der Folge entstand die Idee, den Familien lebensverkürzend erkrankter Kinder anzubieten, sich von ihr kostenlos fotografieren zu lassen und so wertvolle Erinnerungen festzuhalten. Mittlerweile hat sie zahlreiche Familien fotografisch begleitet, manche über viele Jahre – und einzelne auch bis über den Tod des Kindes hinaus. Auch für sie selbst sind das sehr intensive Erfahrungen, durch die wertvolle Bindungen entstehen und ihr immer wieder zeigen, welchen Stellenwert ihre Fotos für die Familien haben. „So unterschiedlich die Schicksale auch waren, so haben die entstandenen Fotos doch etwas gemeinsam: sie halten die Erinnerung an diese Familienmitglieder lebendig und berühren.
„Kochen und Backen mit jungen Straffälligen" – Leonberg
Nicht zuletzt durch ihr Studium mit dem Schwerpunkt Rechtspsychologie hat sich Kaya Fohmann viel mit gelingenden Konzepten zur Resozialisierung junger Straftätiger beschäftigt. Über ihr Ehrenamt zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern lernte sie die diakonische Einrichtung ‚Seehaus‘ kennen und war vom dortigen Ansatz so beeindruckt, dass sie seitdem einmal wöchentlich eine AG für junge Straftäter anbietet. Dabei geht es ihr nicht nur darum, Spaß am Kochen und Backen zu vermitteln, sondern auch darum, Wegbegleiterin und Ansprechpartnerin für die jungen Männer zu sein. „Das Seehaus Leonberg ist ein Beispiel dafür, was passiert, wenn man jungen Straftätern eine Perspektive bietet und ihnen mit Vertrauen und Respekt gegenüber tritt“, so die Preisträgerin.
„Talentzone-Zirkus“ – Stuttgart
Sechs junge Erwachsene gestalten in der offenen Jugendarbeit der Apis-Gemeinde jede Woche ein Angebot für Kinder zwischen acht und 13 Jahren, von denen viele unter schwierigen sozialen und familiären Bedingungen aufwachsen. Im Herbst 2023 trafen sich die Engagierten für den „Talentzone-Zirkus“ über drei Monate hinweg mit den Kindern, um mit ihnen Diabolo, Slackline und Zaubertricks zu üben oder eine Schwarzlichttanz-Choreografie zu entwickeln. Das so entstandene Programm wurde dann vor Eltern, Geschwistern und Gemeindemitgliedern aufgeführt. Sowohl für diese Abschluss-Show als auch für einen Filmdreh wurden auch die Requisiten und das Bühnenbild gemeinsam mit den Kindern entworfen und erstellt. „In der Talentzone wollen wir den Kindern durch Gemeinschaft, Spiel und Spaß ein Zuhause bieten. Wir wünschen uns, dass sie ihre Begabungen entdecken und dadurch in ihrem Selbstwert gestärkt werden.
2023
Kinderchor "HellMUT"
Um die Kinderkirche in Beilstein nach der Pandemie wieder aufleben zu lassen, gründete Lea Marie Karle gemeinsam mit einigen Freundinnen im Herbst 2022, zunächst nur für ein Krippenspiel, einen neuen Kinderchor, der sich dank der großen Resonanz in der Folge als festes Angebot etabliert hat. Mittlerweile sind etwa 20 Kinder zwischen vier und zehn Jahren regelmäßig dabei. „Singen tut gut und singen macht Mut. Das spüre ich selbst und möchte es den Kindern weitergeben“, mit diesen Worten beschreibt die die Preisträgerin die Motivation für ihr Engagement.
We’re in this together
Aus eigenen Erfahrungen mit Mobbing entstand an einer Schule in Altensteig ein starkes Projekt.
Schüler*innen organisierten Gemeinschaftstage zu Themen wie psychische Belastung, Mobbing und Zivilcourage. In Spielen und Gesprächen entstand Raum für Austausch.
Die Resonanz war so positiv, dass weitere Projekttage folgten – und künftig auch an anderen Schulen stattfinden sollen.
Inklusives Jugendhaus Mariaberg
Im inklusiven Jugendhaus im Gammertinger Ortsteil Mariaberg kommen junge Menschen mit und ohne Behinderung zusammen.
Sie gestalten das Programm selbst – mit Kreativ-, Koch- und Musikangeboten. Auch in der Offenen Jugendarbeit bringen sich rund 200 Jugendliche ein.
Gewählte Jugendsprecher vertreten ihre Interessen – im Haus, im Stadtteil und online.
Treffpunkt und Unterstand für Jugendliche
Gemeinsam mit Stadt und Mobiler Jugendarbeit haben sich Jugendliche in Fellbach bei der Auswahl, Gestaltung und Ausstattung eines neu entstehenden Jugend-Treffpunkts und des dortigen Unterstands engagiert. Ab Herbst 2023 gibt es damit einen neuen Ort, an dem Kinder und Jugendliche im Freien zusammenkommen können. Auch in die Planung der Eröffnungsfeier sind die
Begegnungen zwischen Jung und Alt
Mit Blick auf die pandemiebedingte Vereinsamung vieler älterer Menschen entwickelten 14 Schülerinnen und Schüler aus Kirchheim am Neckar im Rahmen eines Projekts zur Berufsorientierung die Idee, jeden Monat einen Nachmittag für Seniorinnen und Senioren zu gestalten. So wurden unter anderem Gestecke gebastelt, es wurde gespielt und gesungen. Daneben gab es eine Weihnachtsfeier, ein Vier-Gänge-Menü mit Speisen aus verschiedenen Ländern, ein Kunstprojekt und ein gemeinsames Picknick.
„Das ist (nicht) mein Zuhause“ – Buch und Lesungen
Mit 11 zog Valeria Anselm auf eigenen Wunsch in eine betreute Wohngruppe in Stuttgart. Jahre später begann sie, ihre Erfahrungen aufzuschreiben, zunächst als persönliches Geschenk für ihre Mitbewohnerinnen.
Doch ihr Buch erreichte schnell mehr Menschen, auch Fachkräfte aus der Jugendhilfe. Heute liest sie deutschlandweit und teilt ihre Geschichte.
Ihr Ziel: anderen Kindern und Jugendlichen Mut machen, ihre Erfahrungen zu teilen und ihnen eine Stimme geben.
2022
"Come together" – Offener Treff für junge Geflüchtete
Der offene Treff „Come together“ in Filderstadt richtet sich vor allem an junge Erwachsene, die ohne Eltern und Familienangehörige aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind. Der Treff bietet einmal wöchentlich einen Raum, an dem sich junge Geflüchtete miteinander, aber auch mit anderen Gleichaltrigen austauschen können. Den jungen Macherinnen ist es wichtig, dafür eine Atmosphäre zu schaffen, die es den jungen Geflüchteten leichter macht, auch über ihre schwierigen und teils traumatischen Erlebnisse zu sprechen. Dafür organisieren sie kreative Angebote, kochen gemeinsam und helfen bei Fragen und Alltagsproblemen weiter.
Junge Gerlinger
Die parteilose Gruppierung will die Anliegen und Ideen der jüngeren Bevölkerung vermehrt in die Kommunalpolitik der Stadt Gerlingen einbringen. Über entsprechende Themen wird in einem eigenen Podcast berichtet; vor jeder Sitzung des Gemeinderates sind alle Interessierten eingeladen, aktuelle Fragestellungen zu diskutieren und zu bewerten. Mit einem Teil der Aufwandsentschädigungen, die die vier gewählten Vertreter*innen für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten, wird auch Menschen in finanziell prekären Situationen eine aktive Beteiligung und Mitwirkung ermöglicht.
Bike Park Heimerdingen
In Heimerdingen hat eine Gruppe von zehn Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen Fahrradparcours gebaut, der von Beginn an auch als „Ort der Begegnung“ geplant war, an dem sich Jugendliche treffen und ihre Freizeit gemeinsam verbringen können. Mit viel Eigeninitiative und den eingeworbenen Sachspenden wurde das von der Evangelischen Kirchengemeinde gepachtete Grundstück entsprechend vorbereitet und die Strecke geplant und umgesetzt.
Queerer Jugendtreff
Für ihr Projekt „Förderung der Selbstakzeptanz von LGBTQ-Jugendlichen“ wurde Julia Lofink aus Schwäbisch Hall ausgezeichnet. Nachdem sie geeignete Räumlichkeiten für einen Queeren Jugendtreff gefunden und das Angebot über Social Media bekannt gemacht hatte, hat sie dort regelmäßige Veranstaltungen zu Themen wie Geschlechtsidentität, Menschenrechte oder Psychische Gesundheit organisiert. Mit ihrer Initiative hat sie auch viele Erwachsene in der Jugendarbeit angeregt, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Help for Blau-Gelb – Schulgemeinschaft St. Gertrudis Ellwangen
In Ellwangen haben Schülerinnen und Schüler in zahlreichen Aktionen Spenden für Menschen in und aus der Ukraine gesammelt. So kamen beispielsweise mit dem Verkauf von selbst gebackenem Kuchen oder Oster-Deko etwa 3.000 Euro zusammen. Daneben organisierten sie weitere Angebote wie einen Spielenachmittag für geflüchtete Kinder und eine Brotback-Aktion, an der sowohl geflüchtete ukrainische als auch Familien mit russischer Migrationsgeschichte beteiligt waren.
Was Film bewegt
Für sein Engagement in der Offenen Jugendarbeit wurde Samuel Ramm ausgezeichnet.
In der „Homezone“ in Stuttgart bringt er Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammen. In Filmworkshops werden sie selbst kreativ – von der Idee bis zum fertigen Film.
So entdecken sie ihre Stärken und erzählen ihre eigenen Geschichten.
2021
Flüchtlingsarbeit Baden-Baden mit Lea Mödritzer
Das Miteinander im Gemeinwesen gestalten, Fremde und Einheimische zueinanderführen, Spielräume gestalten. Geflüchteten Menschen in die Dorfgemeinschaft mit hineinnehmen. Ohne Allüren anpacken, Vertrauen geben, gemeinsam spielen, lachen, leben. Zuverlässig, jede Woche, immer wieder Rahmen geben, so entsteht Gemeinschaft, Gesellschaft, Gemeinwesen mit Sinn und Zukunft, ob Im Café Kontakt, bei den Spielgruppennachmittagen und bei vielen weiteren Aktionen; als verlässliche Mitarbeiterin motivierend für viele, immer wieder am Start.
Gewinnerprojekt des Jugenddiakoniepreises 2021.
Sinnesgarten in der Diakonie Pfingstweid
Gemeinsam verschönern, pflanzen, bauen, schaffen, im Verbund von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zusammen mit Bewohnern der Einrichtung entsteht in der Diakonie Pfingstweid ein Sinnesgarten. Dabei stiftet das Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Ressourcen und Behinderungen der zentrale Schlüssel für das gemeinsame Erleben von wirkungsvollem und sinnerfülltem Leben. Inklusives Zusammenarbeiten schafft qualitätiven Mehrwert, der für die Mühe belohnt.
Gewinnerprojekt des Jugenddiakoniepreises 2021.
Hilfe bei der Impfterminvergabe
Impfen ja, aber wie an einen Termin herankommen. Ein neues Problem braucht neue Lösungen. Um älteren Menschen bei der Vereinbarung eines Impftermins zu helfen, entstand dieses geniale Schulprojekt. Die Schüler der Klasse 10 a/b entwickelten eine Hotline, besorgten Impfcodes und begleiteten Seniorinnen und Senioren beim komplizierten Prozess der Termingestaltung und auf den Wegen zu einer erfolgreichen Impfung. Vom Marketing bis zu den komplexen Workflows, alles perfekt organisiert und 525 Impfterminen auch sehr erfolgreich.
Gewinnerprojekt des Jugenddiakoniepreises 2021.
Spenden für Zirkusse in Existenzkrisen
Die Pandemie trifft Zirkusse besonders hart. Der Alltag der Zirkusfamilien steht derzeit still. Keine Auftritte bedeuten keine Einnahmen. Die fehlenden Einnahmen werden für viele Zirkusse existenzbedrohend. Dem Projektteam geht es darum für diese Zirkusfamilien in die Öffentlichkeit zu tretten, die Probleme öffentlich zu machen und Spenden zu generieren, die das Überleben der Betriebe ermöglicht und dass damit eine lange traditionelle Zirkus-Kultur weiterhin am Leben erhalten bleibt.
Gewinnerprojekt des Jugenddiakoniepreises 2021.
Nummer gegen Kummer
Anonym und kostenlos, ohne Ratschläge, dafür mit ganz viel Zeit und Zugewandtheit. Keine Problemlöserinnen und Ratschlaggebende, aber dafür Hilfestellung beim Aussprechen und gemeinsamen Wegfinden. Die Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten gehört oft ins Programm. Aber immer gibt es ein offenes Ohr und Herz, eine Nummer gegen den Kummer. Und das Ganze klappt nur, weil die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viel Zeit und Herz in diese Arbeit stecken. Im Besonderen Julia, intensiv bei der Sache, hoch engagiert, voll da und dabei. „Alle die sie kennen, gewinnen etwas und ändern ganz oft ihren Blick.“
Gewinnerprojekt des Diakoniepreis 2021.
Gewinner*innen aus vorherigen Jahren
Gefängniskonzerte
„Ich habe heute Abend das erste Mal seit Langem wieder Freude gespürt“, sagt ein Jugendlicher. Solche Momente erlebt Diana Ezerex bei ihren Konzerten in Gefängnissen immer wieder.
Sie tritt dort auf, wo sonst kaum jemand hingeht und schafft Räume zum Aufatmen. Mit dem Preisgeld des MachMit! Awards will sie ihr Engagement weiter ausbauen.
Generationenaustausch im Erzählcafé
„Die Jungen haben keine Ahnung vom Leben und die Alten verstehen die Welt nicht mehr“, so heißt es oft.
Das Erzählcafé bringt beide Generationen zusammen.
Einmal im Monat kommen Schülerinnen und Seniorinnen zu Themen wie „Meine Schulzeit“ ins Gespräch mit Erinnerungsstücken, kleinen Szenen und bei Kaffee und Kuchen.
Ein Projekt, das verbindet und immer mehr Menschen begeistert.
Geflüchteten helfen
Auch Einzelkämpfer*innen werden ausgezeichnet – wie Lisa Schnotz. Sie überzeugte 2017 mit ihrem Engagement in der Flüchtlingshilfe.
Vom Malkurs über das Begegnungscafé bis zur Unterstützung im Alltag: Sie blieb dran, übernahm Verantwortung und begleitet Familien bis heute beim Ankommen.
Möbelpacken für den guten Zweck
Gemeinsam anpacken für den guten Zweck: Geflüchtete aus Ehingen haben mit dem Freundeskreis für Migranten ein Möbellager aufgebaut.
Mehrmals pro Woche holen sie Spenden ab, organisieren das Lager und liefern Möbel aus. Verkauft wird zu kleinen Preisen, vor allem für Menschen mit wenig Geld.
Der Erlös unterstützt Bildungsangebote für Schüler*innen mit Migrationshintergrund.
Inklusive Fußballmannschaft
Fußball verbindet, egal welche Sprache, Herkunft oder Einschränkung.
Beim International United FC Winnenden spielen junge Geflüchtete und Menschen mit Behinderung gemeinsam im Team.
Sie trainieren regelmäßig, treten gegen andere Teams an und wachsen auch abseits des Platzes zusammen. Aus einer Gruppe ist echte Gemeinschaft geworden.
2018 wurde das Projekt mit dem MachMit! Award ausgezeichnet, mit vielen Ideen für die Zukunft.
Musik schenkt Lächeln
Ein Moment der Freude, genau dort, wo er gebraucht wird.
Mit der „Tour des Lächelns“ bringen junge Musiker*innen Musik zu kranken Kindern.
Jedes Jahr erreichen sie in Kliniken, Rehaeinrichtungen und Hospizen rund 2.000 Kinder, mit Liedern, Geschichten und viel Kreativität.
Auch darüber hinaus wirkt das Projekt weiter: Eigene Alben halten die Musik lebendig.
Integrative WG statt Flüchtlingsheim
Geflüchtete leben oft mit wenig Kontakt zur Gesellschaft.
Samuel Hayer wollte das ändern und gründete eine WG mit zwei Geflüchteten.
Trotz Sprachbarrieren und Bürokratie wuchs schnell ein gemeinsamer Alltag. Nach einem Jahr ist klar: Es sind echte Freundschaften entstanden.
Mit dem Preisgeld möchte er das Wohnkonzept weiter verbreiten.
Schülerfirma übernimmt soziale Verantwortung
Unternehmerisch denken und Verantwortung übernehmen: Das lernen Schüler*innen in der Namaste Nepal AG.
Die Schülerfirma organisiert alles selbst, von Planung und Verkauf bis zur Kaffeeproduktion.
Die Bohnen kommen aus Nepal, der Erlös fließt zurück ins Dorf Sotang.
Ein Projekt, das wirtschaftliches Denken mit sozialem Engagement verbindet.
Pflanzaktion im Mühlengärtle
Während der Coronazeit hatten manche plötzlich mehr Zeit als sonst.
Carlotta Zürn und ihre Schwester Grete nutzten sie und wurden kreativ aktiv.
Sie zogen über 1.000 Pflanzen und verkauften sie in einem Straßenladen. Der Erlös ging an den Mukoviszidose e.V., der das Projekt unterstützte.
Aus freier Zeit wurde Engagement mit Wirkung.
Faire Modeschau
Viele kennen das Problem: Kleidung wird oft unfair produziert und Alternativen wirken kompliziert.
Die Modeschau des Schul-Weltladens zeigt: Faire Mode geht auch anders modern, vielfältig und tragbar. Beim Eine-Welt-Fest präsentierten Schüler*innen ihre Auswahl direkt vor Ort.
Der Weltladen wird von engagierten Schüler*innen betrieben und bietet regelmäßig faire Produkte an. Für ihr Projekt wurden sie 2015 ausgezeichnet und machen bis heute weiter.
Nachtcafé Atempause
Im Nachtcafé der Bahnhofsmission Tübingen kommen ganz unterschiedliche Menschen zusammen, zum Austausch oder einfach für eine Atempause.
Ehrenamtliche versorgen Gäste mit Essen, Decken und einem offenen Ohr. Getragen wird das Angebot von Engagierten jeden Alters, vor allem jungen Erwachsenen.
2014 wurde das Projekt ausgezeichnet. Das Preisgeld fließt in Schulungen, um auch in herausfordernden Situationen gut begleiten zu können.