„Ich war mir echt unsicher, ob das was für mich ist“

Jan im BFD in den Theo-Lorch-Werkstätten

Viel mehr als nur klassisches Handwerk

Wenn Jan von seinem Arbeitsalltag erzählt, klingt das erstmal nach klassischem Handwerk: Rasen mähen, Hecken schneiden, Werkzeuge checken, Transporter beladen. Aber dahinter steckt mehr – viel mehr.

Denn Jan arbeitet in der Gartenwerkstatt der Theo-Lorch-Werkstätten. Gemeinsam mit Menschen mit Behinderung ist er täglich draußen unterwegs. Und das hätte er sich selbst nicht zugetraut.

„Ich war nicht der Typ, der gut mit Menschen mit Behinderung arbeiten konnte. Dachte ich zumindest.“

Dass er hier gelandet ist, war eigentlich seiner Mutter zu verdanken. „Ich war mit meinem alten Job unzufrieden, hab mich durchgehangelt. Und dann hat meine Mom gesagt: Schau dir das doch mal an.“ Gesagt, getan. Und dann ging alles ganz schnell.

Heute startet sein Tag um 7:30 Uhr mit Einstempeln, Morgenrunde und Werkzeugcheck. Dann geht’s raus mit der Truppe. „Manchmal sitzen wir zu siebt im Transporter, eingequetscht wie Sardinen. Aber wir haben unseren Spaß.“ Auf der Baustelle übernimmt Jan Verantwortung. Er leitet an, fährt Fahrzeuge, behält den Überblick.

„Ich kann hier einfach ich sein. Und gleichzeitig Verantwortung übernehmen. Das gibt mir Selbstvertrauen.“

Die ersten Berührungsängste? Waren schnell weg. Die Gruppe hat ihn direkt aufgenommen – und Jan hat gelernt, dass jeder Mensch anders, aber auf seine Art besonders ist. „Ich bin viel offener geworden. Und geduldiger. Das hätte ich nie gedacht.“

Sein BFD tut ihm gut. So gut, dass er sogar verlängert hat.